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Findest du die Besetzung des Tiefenhörsaals im K2 in Stuttgart Stadtmitte richtig?
 

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Besetztzeitung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julian Stitz   
Donnerstag, den 19. November 2009 um 18:21 Uhr

Für alle Streikinteressierten:

Hier gibts die Besetztzeitung(1. Ausgabe vom 18.11.2009) als PDF.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. November 2009 um 18:24 Uhr
 
Ab sofort: Kommentare von Allen für Alle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julian Stitz   
Dienstag, den 17. November 2009 um 18:46 Uhr
Ab sofort ist es jedem möglich auch ohne Registrierung alle Beiträge zu Kommentieren.
Wir hoffen auf reichlich Beteiligung!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 19:02 Uhr
 
Ausgabe 2 online PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julian Stitz   
Montag, den 16. November 2009 um 21:52 Uhr

Die Ausgabe 2 der Studierenden Zeitung ist jetzt auch online lesbar.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. November 2009 um 21:55 Uhr
 
Pressemitteilung zur Hörsaalbesetzung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: AK-Bildung   
Montag, den 16. November 2009 um 18:25 Uhr

 

 

 

Stuttgart, 16.11.2009

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit heute (16.11.2009) halten 80 Studierende den Tiefenhörsaal der Universität Stuttgart besetzt. Wir Studierenden wollen damit unsere Unzufriedenheit mit den Studienbedingungen und dem Bildungssystem im Rahmen des „Bundesweiten Bildungsstreiks“ zum Ausdruck bringen. In der ganzen BRD sind Hörsäle besetzt, sogar europa- und weltweit beginnen Studierende gegen die Zustände im Bildungswesen aufzubegehren.
Seit Jahren sind die Missstände im Bildungswesen der BRD bekannt: Chronische Unterfinanzierung, Unzureichende personelle Ausstattung, sowie die massiven Probleme die durch die im Rahmen des Bolognaprozesses eingeführten neuen Bachelor-/Masterstudiengänge entstanden sind. Bereits im Sommer dieses Jahres beteiligten sich 270.000 Menschen in der ganzen BRD an Demonstrationen in der Bildungsstreikwoche. Trotz der massenhaften Beteiligung wurden die Forderungen der Studierenden, Schülerinnen und Schüler, sowie der Auszubildenden von der Politik nahezu vollständig ignoriert.

Wir machen heute klar, dass wir nicht zu ignorieren sind. Wir solidarisieren uns mit den Besetzungen und kämpfen für die Verbesserung des Bildungswesens.


Kritik an Studienbedingungen

„Es geht nicht um ein paar kleinere 'Problemchen' im Bildungswesen, das Bildungssystem als Ganzes steckt in einer Krise. Die vergangenen Reformen und Umstrukturierungen im Bildungswesen führten keine Verbesserung der Situation herbei, sondern verschärften beispielsweise durch Studiengebühren die soziale Selektion. Die Einführung der Bachelor-/Masterstudiengänge führte zur Verschulung des Studiums, welches in dieser Form ein wirklich wissenschaftliches Arbeiten und Lernen unmöglich macht. Der Prüfungs- und Zeitdruck in diesen Studiengängen hat katastrophale Auswirkungen, viele Studierende ächzen unter der Last der Prüfungsordnungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Studien auf die psychisch katastrophalen Auswirkungen durch die Situation der Studierenden an der Universität eindrücklich hinweisen. Nicht nur die Einnahme von Antidepressiva, sondern auch der Konsum leistungssteigernder Mittel wie Ritalin ist verglichen mit nichtstudentischen Altersgenossen signifikant erhöht. Die psychologischen Beratungsstellen an den Universitäten erhalten vielerorts massiven Zulauf“, so Ruwen Stricker vom AK Bildung.

Die Studierenden fordern deshalb die Abschaffung der Studiengebühren sowie die sofortige Umgestaltung des Bachelor-/Mastersystems.

Nicht nur die soziale Ungerechtigkeit im Bildungsswesen und die gescheiterte Reform der Studiengänge treibt die Studierenden auf die Barrikaden. Auch die herrschenden finanziellen Rahmenbedingungen und die daraus resultierenden Folgen bewegen Studierende dazu, sich an den Besetzungen zu beteiligen:
„Die finanzielle Austrocknung der Universitäten treibt diese in einen ruinösen Wettbewerb um Gelder aus der Exzellenzinitiative, bei dem die eigentliche Funktion der Universitäten, Wissenschaft und Forschung in der Breite zu betreiben, immer mehr betriebswirtschaftlichen Überlegungen geopfert wird. Ökonomisch scheinbar irrelevante Studiengänge geraten zunehmend auf die Streichlisten, wobei insbesondere die Geisteswissenschaften von dieser Entwicklung betroffen sind“, so Nils Langer, Student der Luft-und Raumfahrttechnik und aktiv in der Besetzung.

Masterplan weiterhin aktuell

Die finanziell katastrophale Lage der Universität Stuttgart liefert ein deutliches Beispiel für eine derartige Entwicklung. Im Sommer kamen Pläne des Universitätsrektors Wolfram Ressel in die Öffentlichkeit, die vorsahen 24 Professuren umzuwidmen, um die Chancen auf Gelder aus der Exzellenzinitiative zu erhöhen. Insbesondere die Geisteswissenschaften sind durch diese Pläne in der Substanz bedroht. Die Proteste der Studierenden führten zunächst dazu, dass weitere konkrete Planungen in Kommissionen ohne studentische Beteiligung verschoben wurden.
„Bis dato haben wir keinerlei Informationen, wie sich die Planungen entwickeln. Wir befürchten jedoch, dass die neuen Pläne alter Wein in neuen Schläuchen sind. Die drohenden weiteren finanziellen Kürzungen deuten eindeutig in diese Richtung. Bislang gab es keine Zusicherung von Seiten des Rektorats. Wir fordern den Rektor dazu auf, endlich Stellung zu beziehen und sich in unserem Interesse einzusetzen. Als Repräsentant der Universität muss er unsere Interessen auch gegenüber der Landesregierung offensiv vertreten. Dies bedeutet eine solide staatliche Finanzierung der Universität, für die das Land aufkommen muss, einzufordern. Diese würde ein Weiterbestehen der Geisteswissenschaften, wenn nicht gar deren Ausbau ermöglichen“, so Vanessa Gold, die sich unter anderem in der Initiative Volluniversität engagiert und die Besetzung mitträgt.

Die Studierenden fordern die Aufgabe jeglicher Pläne die zur Streichung von Professorenstellen in den Geisteswissenschaften und eine solide staatliche Grundausstattung der Hochschulen.

 

Arbeitskreise der Faveve:

 

Initiative Volluni, AK Bildung

 

Kontakt:

0711 – 685 81701

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. November 2009 um 18:31 Uhr
 
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